Ratgeber Depressionen

Informationen und Tipps zu Depressionen

Behandlung einer Depression

Eine Depression ist nicht nur psychischer Natur, sie macht sich auch körperlich bemerkbar. Wer an einer Depression leidet, tut dies praktisch über den kompletten Alltag, das bedeutet, es handelt sich nicht lediglich um eine vorübergehende Traurigkeit oder schlechte Laune. Es ist so, dass dieses und andere Symptome permanent das alltägliche Leben des Patienten begleiten und ihn sehr einschränken.

Es gibt moderne und wirksame Behandlungsmaßnahmen bei Depressionen, nur werden diese sehr oft nicht genutzt. Fast 50% der Erkrankten erhalten keine Hilfe, weil sie sich nicht trauen, über das Thema zu sprechen. Dabei sind die Heilungschancen sehr gut.

Oft braucht ein depressiver Mensch Hilfe von außen, braucht einen Freund oder Partner, der ihm rät, einmal einen Arzt aufzusuchen. Am besten ist es, zum Arzt des Vertrauens, meist dem Hausarzt zu gehen. Ist das nicht die richtige Lösung, kann sich der Patient beispielsweise an die Telefonseelsorge wenden, völlig anonym.

Schlimmeres verhindern

Menschen mit einer tiefen Depression, die keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen, brauchen sofortige Hilfe. Sie sind stark suizidgefährdet. Schlimm ist die Situation oft, wenn diese depressiven Menschen einsam sind, keine Freunde oder Familie haben, die ihren Zustand auch bemerken könnten. Wichtig ist es also, wenn sich ein Mensch, der in einer Depression steckt, an irgendeine Person wendet und sei es der Nachbar. Denn dann kommt der Stein ins Rollen und damit die medizinische Hilfe für den Patienten.

Bevor ein Patient mit einer Depression behandelt werden kann, ist es notwendig, eine genaue körperliche Untersuchung vorzunehmen. Dabei wird abgeklärt, ob es sich tatsächlich um eine Depression handelt, denn für manche der typischen Symptome können auch andere Krankheiten die Ursache sein. Auch muss eine Verträglichkeit, beziehungsweise Unverträglichkeit, der zu verabreichenden Medikamente getestet werden.

Transparenz schaffen

Der behandelnde Arzt informiert den Patienten genau über den Verlauf der Therapie und spricht wenn nötig auch mit den Angehörigen. Das ist sehr wichtig, denn die Patienten müssen sich an der Behandlung aktiv beteiligen, nur so kann eine Heilung erfolgen. Der Behandlungsplan wird also genau mit dem Patienten und den Angehörigen durchgesprochen.

Es geht dabei auch um die Entscheidung, ob die Behandlung stationär oder ambulant durchgeführt werden sollte. Das ist sehr individuell zu entscheiden. Der Behandlungsplan umfasst die Medikation und die eventuelle Psychotherapie. Diese Kombination ist sehr empfehlenswert, denn manche Medikamente (Antidepressiva) wirken nicht sofort. Deshalb ist die Unterstützung während der Psychotherapie ein wichtiger Bestandteil der Therapie.

Verschiedene Krankheitsbilder - verschiedene Therapien

Eine Depression ist so individuell wie der Mensch, der daran leidet. Manche Patienten beklagen die so genannte Winterdepression, hier ist eine andere Therapie, die Lichttherapie, zielführend. Auch Patienten mit starken Tagesschwankungen brauchen eine andere Form der Therapie. In solchen Fällen wird eine Schlafentzugs-Therapie angewendet. Wichtig ist es also, eine genaue Diagnose zu erstellen, um die gezielte Behandlung einzuleiten.

Sollte sich während einer Behandlung nach längerer Zeit keine Besserung des Zustandes einstellen, muss das mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Denn es ist das Ziel einer Therapie, den Patienten zu heilen. So müsste notfalls die Behandlungsmethode geändert werden.

Hier finden Sie einen Medikamente Preisvergleich.